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Schule an der Ems betreibt einen naturnahen Lernort

Gartenbau statt Grammatik

Greven – Die Rote Beete entwickelt sich schon prächtig, genau wie Mangold und Salat. Die Möhren hingegen haben noch etwas nachzuholen. Heute werden die Hochbeete bepflanzt, unter anderem mit Gurken und Tomaten, die mögen die Wärme und sind daher etwas später im Jahr dran. Nebenan sollen heute die Bohnen in die Erde. Doch noch wuchert in dem Beet das Unkraut. Also greifen Justin, Florian, Mohammed und Pascal zu den Geräten und legen los. Von Oliver Hengst

Justin, Florian, Mohammed und Pascal bereiten ein Beet vor. Im Hintergrund ist das Schusterhaus zu sehen, das als außerschulischer Lernort dient. Foto: Oliver HengstBesser als Mathe und Deutsch? „Ja, klar“, sagen sie. „Hier lernt man was“, meint Pascal. Wenn er später mal eigenes Gemüse anbauen wolle, wisse er, wie das geht, erläutert der Schüler und schiebt Unkraut zu einem Haufen zusammen. Die Mitschüler glätten die Fläche und ziehen saubere Reihen. Ruckzuck ist die Fläche präpariert. „Man lernt mit den Geräten umzugehen“, sagen sie.

Die Schüler der „Schule an der Ems“ haben seit kurzem ein besonders Klassenzimmer zur Verfügung. Für Schüler, „die eine andere Begleitung brauchen, um sich zu stabilisieren“, sagt Schulleiter Volker Knapheide . „Die aber auch ihre Stärken haben, die versuchen wir hier aufzunehmen.“ Hier – damit ist das Projekt „ZeiTraum“ gemeint. Nach zwei Stunden regulärem Unterrichts wechseln jene fünf Schüler, die Teil dieses Projekts sind, rüber zum Schusterhaus. Ein Gartenhaus, das der Schule zur Nutzung überlassen wurde, nur drei Minuten Fußweg vom Schulhof entfernt. „Das haben die Schüler mitgestaltet“, sagt Knapheide und meint damit das zur Werkstatt umfunktionierte Haus, aber auch den angrenzenden Garten, der als naturnaher Lernort dient.

Die Gruppe wird pädagogisch intensiv begleitet und natürlich auch fachlich. Glenn Vogt von der „Gemüse Ackerdemie“ hilft den Schülern, leitet sie an, gibt manchen wertvollen Tipp. „Was wir hier anbauen, sollte pflegeleicht sein“, sagt er. Der Verein kooperiert mit Schulen und Kitas, erreicht in diesem Jahr rund 17 000 Jungen und Mädchen, einige davon auch in Greven. „Wir bieten auch Fortbildungen für Lehrkräfte an. Ziel ist es, die Schulen zu befähigen, das irgendwann alleine zu machen“, erläutert Vogt.

Yasim Hallal, Heilerziehungspflegerin an der Schule, kann jede Menge positiver Aspekte aufzählen, vor allem diesen: „Das Erfolgserlebnis ist sehr motivierend für die Schüler.“ Sie sehen, dass ihre Arbeit Früchte trägt, im direkten und im übertragenen Sinn. Das stärke das Selbstvertrauen. Man müsse die Kinder und Jugendlichen (die Gruppe setzt sich aus Schülern der Klassen 5 bis 10 zusammen) abholen, wo sie sind. „Die Motivation und das Interesse sind da.“ Das geerntete Gemüse soll demnächst im schuleigenen „ZeiTraum-Store“ zum Verkauf angeboten werden. Die Gründung einer Schülerfirma soll dem Ziel dienen, dass sich das Projekt mal selbst trägt.

Auch Lehrerin Laura Antosch begleitet das Projekt. „Die Schüler arbeiten gut zusammen“, hat sie beobachtet. Der bisweilen große Altersunterschied sei nicht immer, aber manchmal auch ein Vorteil. Die älteren könnten die jüngeren anleiten. „Sie unterstützen sich gegenseitig.“ Die ersten Erfahrungen motivieren die ganze Schule, das Projekt fortzuführen. „Es ist angelegt als Projekt, das die nächsten Jahre andauert“, sagt Laura Antosch. Die einzelnen Schüler bleiben jedoch maximal sechs Monate dabei.“

Weitere pädagogische Fachkräfte begleiten das Projekt. Auch weil sie wissen, dass manche ihrer Schüler mit „normalem“ Unterricht kaum zu erreichen sind. Im und rund um das Schusterhaus kommen dennoch schulische Inhalte zum Tragen. „Die Schüler messen und berechnen zum Beispiel Flächen“, sagt Knapheide. Am Schusterhaus gab und gibt es auch jede Menge handwerkliche Arbeiten zu erledigen – eine prima Gelegenheit, jenen Jugendlichen, die dafür offen sind, ganz lebenspraktische Fähigkeiten zu vermitteln. Das gleiche gilt für das Thema Hauswirtschaft und Kochen. Denn wo Gemüse geerntet wird, muss es natürlich auch verarbeitet werden.

Um Sanierungsarbeiten am Schusterhaus finanzieren zu können hofft die Schule an der Ems auf ein gutes Abschneiden bei der „SpendenWahl“ der Sparda-Bank. Dort könnten im besten Fall bis zu 6000 Euro herausspringen. Bis zum 6. Juni (18 Uhr) kann auf www.spardaspendenwahl.de abgestimmt werden. Der Link zum Voting ist auch über die Schulhomepage (www.schule-an-der-ems.de) erreichbar.

Projekt Unser Schulkiosk

Der Schulkiosk der Schule an der Ems wurde auf einen Antrag der Schülerinnen und Schüler hin gegründet. Unsere Sozialpädagogin Frau Pelgrim und unsere „Bufdi“ Frau Elbers helfen den Schülerinnen und Schülern ihren Kiosk möglichst selbstständig zu führen. In der ersten großen Pause können die Kinder und Jugendlichen hier einkaufen. Hier findet man die aktuelle Verkaufsliste.

Projekt Musik-Rap

Musikprojekt der Klasse 9/10

Zusammen mit dem Rapper Felix Beuse entwickelten vier Schüler der Klasse 9/10 einen eigenen Rap! Dabei nahmen sie unter professioneller Anleitung ihre eigenen Themen auf und setzten diese in ihrem Song um. Das Entwickeln eines eigenen Liedes gingen sie motiviert an und präsentierten diesen zurecht mit Stolz. Wir hoffen, dass noch viele eigene Texte und Songs entstehen werden!

Projekt Schüler spenden Backpakete für die Tafel

Auch die Schüler der „Schule an der Ems“ denken nicht nur an die eigenen Geschenke: Sie haben jetzt Backpakete für die Tafel gepackt.
Auch die Schule an der Ems (ehemals Johannesschule) hat sich an der Spende von Backpaketen für die Tafel in Greven beteiligt. Die Schülerinnen und Schüler der Schülervertretung hatten sich für diese Idee stark gemacht. Sie fand bei den Mitschülern Anklang. In der vergangenen Woche überreichten Schüler aus den Klassen 5 und 6 sechs gepackte Backpakete an die Tafel.

Projekt Erasmus + Schulbildung

Die Schule an der Ems nimmt am Bildungsprogramm Erasmus+ teil. Das Bildungsprogramm Erasmus+ (2014 – 2020) ist ein EU-Programm für die allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport. Es integriert eine Vielzahl früherer Programme (Comenius, Leonardo, Grundtvig, Erasmus….). Das Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung voranbringen. Dafür steht ein jedes Jahr Budget in unterschiedlicher Höhe zur Verfügung. Für den Schulbereich können beim PAD (Pädagogischer Austauschdienst) zwei sogenannte Leitaktionen beantragt werden:

Leitaktion 1 fördert Projekte, in denen Fortbildungsmaßnahmen für Schulpersonal gefördert werden. An einer Schule beschäftigte Personen können an Fortbildungen und Hospitationen in Ländern Europas teilnehmen oder selbst an Schulen im europäischen Ausland unterrichten.

Leitaktion 2 fördert im Schulbereich zwei verschiedene Projekttypen mit Kurz –und Langzeitmobilitäten für Schüler und Schülerinnen und Lehrkräfte. Für Schulen wird besonders häufig die „Strategische Schulpartnerschaft“ beantragt. Hier arbeiten zwei oder mehrere Schulen aus unterschiedlichen europäischen Staaten gemeinsam an einem Projekt zur Förderung von Innovation und zum Austausch guter Praxis.

Unterstützt und erweitert werden diese Aktionen durch eTwinning. Dieses EU -Programm vernetzt Schulen in Europa via Internet unabhängig von einer Projektförderung durch Leitaktion 1 und 2. eTwinning bietet vielerlei Möglichkeiten. Angefangen von der Suchmaschine für Projektpartner und Fortbildungsmaßnahmen, über den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus Europa bis hin zum virtuellen Klassenzimmer (twin space), in dem man gemeinsame Projektaktivitäten (Präsentationen, Arbeitsblätter, Videos…) hochladen und mit den Projektpartner teilen kann. Darüber hinaus können Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte im geschützten Raum per Forum, E-mail und Chat kommunizieren. Eine ausführliche Beschreibung des Programms mit all seinen Möglichkeiten findet man unter: Hier klicken

Die Schule an der Ems nimmt bislang mit Aktivitäten zur Leitaktion 1 teil

Im Rahmen der Leitaktion 1 bietet Erasmus+ die Möglichkeit, zur Förderung der Schulentwicklung Fortbildungen im europäischen Ausland zu besuchen, an einer Partnereinrichtung zu unterrichten oder Job-Shadowing zu betreiben.

„Die Leitaktion 1 bietet Schulen und vorschulischen Einrichtungen ein strategisches Instrument für die Weiterentwicklung und Internationalisierung der eigenen Einrichtung. Sie fordert Schulen und vorschulische Einrichtungen auf, Themenfelder zu identifizieren, in denen sie sich weiterentwickeln möchten, und unterstützt diesen Prozess durch die finanzielle Förderung von internationalen Fortbildungsaktivitäten wie der Teilnahme an europäischen Fortbildungskursen, Hospitationen bei europäischen Partnerschulen bzw. eigenes Unterrichten an diesen Schulen.“ (vgl. Homepage des PAD)

Mitglieder und Lehrkräfte der Schule an der Ems bilden sich im Schuljahr 2015/2016 an verschiedenen Einrichtungen und Institutionen in Europa fort.

So nehmen 2 Lehrerteams an Hospitationen in Schulen in Wales und den Niederlanden teil, um sich vor Ort über verschiedene Unterrichtskonzepte und Unterrichtsmethoden zum Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung zu informieren. Die Unterrichtskompetenz und der europäische Austausch sollen so gefördert werden.
Flankiert werden diese Maßnahmen durch einen Kurs zum Thema an einem Institut in Madrid

Bericht aus Wales…..

Bericht aus den Niederlanden:…..

Bericht aus Madrid:…..

Ein Lehrerteam wird sich zur Gesundheitsprävention an einem Institut in Italien fortbilden.

Bericht aus Italien:…..

Und schließlich wird sich ein Lehrerteam zum Thema : Methodik des Englischunterrichts am Trinity College in Dublin fortbilden.

Bericht aus Dublin:….

Unser Projekt Schulteich

Das Projekt Schulteich startete im Mai 2016 mit der damaligen Klasse 8/9. Da in dieser Klasse viele begeisterte Angler sind, konnte zunächst durch den Anreiz ein Interesse geweckt werden das Thema Ökosystem Teich auch im schulischen Rahmen im Biologieunterricht zu verfolgen. Im weiteren Verlauf der Arbeit stellte sich heraus, dass die Schüler durch die hohe Handlungsorientierung und Selbsttätigkeit sowie die Aussicht auf einen eigenen Schulteich sehr motiviert wurden.

Gemeinsam mit unserem Seniorpartner, Herr Harlinghausen, startete die Teichgestaltung auf einer unbenutzten Fläche auf dem hinteren Teil des Schulhofs. Zunächst wurde die Fläche – Größe ca. 250qm², aufgefüllter Boden, Sand im Untergrund, bepflanzt mit durchgeschossenen Ziersträuchern sowie reichlich Dornen und Brennnesseln – besichtigt und ein Handlungsplan zum Vorgehen aufgestellt. Die Schüler fällten eigenständig kleine Bäume, reduzierten das Beikraut, schnitten Ziersträucher zurück, hoben Pflastersteine auf und gruben letztendlich aus eigener Kraft unseren Teich. Der Teich ist 5 m lang, 4 m breit und in der Mitte 1 m tief.

Die Schüler der jetzigen Klasse 9/10 nutzten Freistunden, Belohnungsstunden sowie feste Projektzeiten, um ihren eigenen Teich zu gestalten. In jedem möglichen Zeitfenster nahmen sie sich Spaten und Schaufel und arbeiteten überaus gründlich an der Aushebung der Erde. In diesen Zeiten zeigten sie besonders ihre Motivation, ihr handwerkliches Geschick, ein gutes Durchhaltevermögen sowie eine hohe Selbstständigkeit. Sie nutzten den Teichbau, um sich untereinander näher kennenzulernen und gemeinsam etwas Schönes für die neue Schule zu schaffen. Das Gefühl des Stolzes sowie der schrittweise Erfolg motivierten die Schüler die Planungen fortzuführen und umzusetzen.

Nachdem der Grundriss geschaffen war, wurden mit Hilfe eines Unternehmens Filz sowie Teichfolie in den Teich gezogen und Wasser eingelassen. Der stark mit Unkraut bewachsene Boden wurde aufgemischt, sodass Rasen gesät werden konnte. Die Idee bestand darin auf längere Zeit gesehen, den Platz am Teich zum Picknicken, Entspannen oder einfach für gemeinsame Klassenstunden zu nutzen.

Die Schüler machten sich seit Beginn des Projekts stets Gedanken zur Gestaltung bzgl. Pflanzen und Fische. Ihnen lag es sehr am Herzen einen Weg um den Teich anzulegen sowie Pflanzen in den Teich zu setzen. Ferner informierten sie sich über Fischarten und ihre artgerechte Haltung. Nachdem viele Ideen gesammelt wurden, fuhren wir gemeinsam mit unserem Seniorpartner in den NaturaGart-Park in Dörenthe. Die Schüler ließen sich dort von Teichen verschiedenster Art inspirieren und holten sich neue Ideen zur Gestaltung ein. Sie hatten Freude daran die große Vielfalt der Fische zu beobachten und sich Informationen über diese durchzulesen. Am Ende des Ausflugs kauften wir fürs Erste Krebsscheren sowie Rohrkolben. Diese wurden direkt in den Teich gesetzt, sodass sie nächstes Frühjahr an der Oberfläche erscheinen. Im Abschluss konnten wir durch Unterstützung vom Bauhof einen Weg aus Häckselholz um den Teich anlegen, sodass die Folie kaum noch zu sehen ist und die Anlage gepflegt aussieht. Zur Sicherheit ersetzte der Hausmeister den provisorischen Bauzaun durch einen Gartenzaun, sodass die Schüler jederzeit zum Teich können ohne sich dort in Gefahren zu begeben.

In einem letzten Schritt liegt nun der Kauf einiger Fische an. Insgesamt gestaltete die Klasse 9/10 aus einer ungenutzten und stark zugewachsenen Fläche eine gepflegte Rasenanlage mit einem Zierteich. Das Projekt forderte eine hohe Ausdauer, ein gewisses Maß an handwerklichem Geschick sowie einer guten Planung. Die Schüler haben gezeigt, dass sie in der Lage sind zuverlässig und ausdauernd eine nachhaltige Gartenanlage selbstständig anzulegen. Dabei haben sie das Ziel vor Augen nie verloren und wurden durch jeden sichtbaren Fortschritt motiviert. Sie eigneten sich unter der Expertise unseres Seniorpartners Fachwissen in der Boden-, Pflanzen- sowie Tierkunde an und erlebten bewusst die Beschaffenheit der Natur. Ferner konnten sie ihre neuen Erkenntnisse im Biologieunterricht zum Tragen bringen und vertiefen, indem sie eigene Pflanzen und Tiere beobachteten, zeichneten sowie mit Hilfe von Bestimmungsliteratur benannten. Unser erster eigener Schulteich macht die Schüler der Klasse 9/10 stolz und erfüllt den Zweck ihn nachhaltig zu pflegen und für den Unterricht sowie für gemeinsame Auszeiten zu nutzen.